Nur die Übermacht aus Mühlhausen war zu stark: Youngster Anton Amling vom SV Sömmerda hat bei der Bezirksrangliste Nordthüringen in Leinefelde einen großen Kampf geliefert und in der Altersklasse bis 15 Jahre nur um Haaresbreite den Einzug ins Halbfinale verpasst. Nach einer souveränen Vorrunde mit drei Siegen in drei Spielen landete der 13-Jährige in der zweiten Gruppenphase auf Platz drei hinter Artur Rietz und Magnus Strecker vom Post SV Mühlhausen.
Im abschließenden Platzierungsspiel gegen Adrian Tolk vom TTC 1951 Weimar, der in der Parallelgruppe ebenfalls Dritter geworden war, verlor Anton nach drei engen Sätzen mit 0:3. Dennoch beendete der Sömmerdaer das Turnier auf einem starken sechsten Platz und untermauerte seinen Status als eines der Toptalente in Nordthüringen.
Schon von Beginn an war Antons gute Tagesform erkennbar. In der Vorrunde ließ er nichts anbrennen und meisterte seine Aufgaben ohne große Mühe. Zunächst schlug das SVS-Juwel seinen Auftaktgegner Meddox Sturm vom TTC Hydro Nordhausen mit 3:0, gefolgt von einem 3:1 gegen Karl Emil Theile vom TTC 1951 Weimar. Zum Abschluss der Vorrunde machte Anton durch ein 3:0 gegen Vincent Werner von der SG SW Weißenborn-Lüderode die makellose Gruppenphase perfekt.
In der anschließenden Zwischenrunde, die in zwei Sechsergruppen ausgespielt wurde, warteten in Strecker und Rietz jedoch zwei richtige Kracher auf Anton. Gleich im ersten Spiel kam es zum wegweisenden Duell mit Strecker, in dem sich der Sömmerdaer mehr als beachtlich schlug. Den ersten Satz konnte Anton in der Verlängerung für sich entscheiden, ehe der Mühlhäuser das Spiel noch drehte und am Ende eines hart umkämpften Duells mit 3:1 gewann.
Durch die Niederlage war für Anton ein Platz unter den besten Zwei seiner Gruppe und damit das Erreichen des Halbfinales bereits unwahrscheinlicher geworden. Es folgte das Spiel gegen seinen alten Bekannten Rietz, mit dem Anton im Dezember den Doppeltitel bei den Landesmeisterschaften errungen hatte. Im Einzel gab es für den Sömmerdaer aber erwartungsgemäß nicht viel zu holen. Anton wehrte sich tapfer, musste sich am Ende aber 0:3 geschlagen geben.
Dennoch spielte er die Gruppe seriös zu Ende und besiegte sowohl Jonas Hellmann vom SV 05 Friedrichroda als auch Kilian Steinbach vom Tabarzer SV 1887 jeweils mit 3:0. Trotz seiner beiden Niederlagen zuvor war sogar das Halbfinale für Anton kurz wieder in Reichweite, da Strecker überraschend gegen Theile verlor.
Letztlich beendeten der Sömmerdaer und der Mühlhäuser die Gruppe punktgleich, die Satzdifferenz von Strecker (+4) gab schließlich ganz knapp den Ausschlag gegenüber dem SVS-Youngster (+3). Nur wenig fehlte, und Anton wäre in die Phalanx der Postler eingedrungen, die als Quartett das Halbfinale komplett unter sich ausmachten. Den Titel sicherte sich letztlich Topfavorit Rietz.
"Anton hat eine richtig tolle Leistung gezeigt, der sechste Platz ist ein starkes Ergebnis. Leider hatte er einfach etwas Lospech, seine zweite Gruppe war ein richtiges Brett, vor allem mit den beiden Spielern aus Mühlhausen", sagt SVS-Abteilungsleiter Matthias Gliche. "Gegen Magnus hat er aber trotzdem richtig gut mitgehalten und war lange mindestens gleichwertig. Gegen Artur war das Ergebnis deutlich, aber auch hier hat er tolle Ballwechsel geliefert. Anton kann wirklich stolz auf seine Leistung sein."