Stark gekämpft, am Ende aber chancenlos: Die 2. Mannschaft des SV Sömmerda hat zum Auftakt der Punktspielsaison in der 3. Bezirksliga Nord eine Überraschung verpasst. Der Aufsteiger unterlag dem Favoriten und Vorjahres-Absteiger SV Rot-Weiß Wiehe in heimischer Halle letztlich deutlich mit 3:8. Dabei verkauften sich die Kreisstädter gerade zu Beginn der Partie mehr als ordentlich, nach den beiden Doppeln und den ersten beiden Einzeln stand es 2:2. Ein Punktgewinn schien denkbar, ehe Wiehe einen Lauf startete und mehr und mehr davonzog.
Den Auftakt machten Kapitän Stefan Herbke sowie Nachwuchsspieler Anton Amling, der eigentlich in der 3. Mannschaft zu Hause ist, aber als Ersatzspieler für den verhinderten Michael Haak einsprang. Gegen Wiehes Topspieler Tino Wilke und Rene Fetting gab es für die beiden beim klaren 0:3 aber wenig zu holen. Besser lief es für Martin Haak und Ingolf Vitzthum, die sich glatt in drei Sätzen gegen Martin Hempel und Denny Gerhardt durchsetzten.
Die Einzel starteten im oberen Paarkreuz mit einer Niederlage von Martin und einem Sieg von Ingolf. Im unteren Paarkreuz gelang Wiehe dann erstmals ein doppelter Punktgewinn, sowohl Stefan als auch Anton mussten sich geschlagen geben. Danach war auch das Spielglück nicht mehr auf Sömmerdaer Seite. Die vier Niederlagen in den nächsten fünf Einzeln klingen deutlich, die Spiele selbst waren aber teilweise äußerst knapp. Mehrfach endeten Sätze erst in der Verlängerung.
Vor allem Stefan ging mehrere Extrameilen, gleich sieben Sätze in den Einzeln mit Beteiligung des Kapitäns benötigten mehr als elf Punkte eines Spielers, um für die Entscheidung zu sorgen. Bezeichnend war sein finales Einzel gegen Wilke, das fünf Sätze dauerte, von denen die letzten drei in die Verlängerung gingen. Ein 10:12 aus Stefans Sicht im fünften Durchgang bescherte Wiehe letztlich den achten und entscheidenden Punkt.
"Natürlich sieht das 3:8 deutlich aus, aber wir haben uns dennoch gut verkauft", bilanziert Stefan. "Letztlich war Wiehe in den entscheidenden Momenten etwas kaltschnäuziger. Trotzdem macht die Leistung gegen einen Verein, der im Vorjahr noch zwei Ligen über uns gespielt hat, Mut für die nächsten Aufgaben. Wir wissen, dass wir uns nicht verstecken müssen."
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt der Zweiten allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag geht es mit dem nächsten Heimspiel weiter, dann empfängt Sömmerda um 14:00 Uhr den TTV Schernberg. Auch danach bleibt der Spielplan eng getaktet. Nur sechs Tage nach dem Spiel gegen Schernberg muss die Zweite zum ersten Auswärtsspiel der Saison beim SV Glückauf Sondershausen antreten.