Wunder geschafft, Aufstieg perfekt: Mit einer beeindruckenden Demonstration der Stärke hat sich die 3. Mannschaft des SV Sömmerda in einem denkwürdigen Finale der 2. Kreisliga doch noch die Meisterschaft gesichert und spielt in der kommenden Saison eine Liga höher. Der SVS besiegte den bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer SV Empor Buttstädt V hochverdient mit 8:3 und schnappte den zuvor schier unbesiegbar wirkenden Buttstädtern doch noch den Titel weg.
Der Endstand in der Tabelle könnte kaum knapper sein. Sömmerda und Buttstädt beenden die Saison punktgleich mit 26:2 Zählern, die bessere Spieldifferenz der Kreisstädter (+85 zu +81) gibt letztlich den Ausschlag zugunsten des SVS. Durch den Sieg nahm Sömmerda auch süße Revanche für die bittere 1:8-Niederlage in Buttstädt in der Hinrunde, die letztlich nur ein Schönheitsfehler war. Als es darauf ankam, wurde deutlich, wer die wahre und unumstrittene Nummer eins der Liga ist.
"Wir waren von Beginn an heiß auf dieses Spiel und wollten den Aufstieg unbedingt. Dass es am Ende so gut gelaufen ist, freut mich enorm. Buttstädt war sich nach dem Hinspiel womöglich bereits zu sicher, doch man sollte nicht zu früh jubeln", sagt Teamkapitän Matthias Gliche. "Für den gesamten Verein ist das ein großartiges Ergebnis. Dass sowohl die Zweite als auch die Dritte Meister in ihren Ligen geworden sind, ist herausragend."
Der klare Sieg der Sömmerdaer gegen Buttstädt ist umso bemerkenswerter, weil der SV Empor in seiner stärksten Besetzung anreiste. Doch von Beginn an schienen die Gäste mit der Wucht und Gier unserer Dritten überfordert zu sein. Eine beeindruckende Zuschauerkulisse, die für begeisternde Atmosphäre sorgte, verlieh dem Spiel zusätzlich das Siegel eines Finales. Kaum ein Sitzplatz war mehr frei. Und wirklich niemand bereute sein Kommen.
Die Bedeutung des Spiels war in nahezu jedem Ballwechsel spürbar, schon in den Doppeln ging es heiß her. Johannes Haak und Holger Byrenheid machten mit Michael Pfannkuchen und Sven Kallenberg beim 3:0 kurzen Prozess. Im Parallelspiel bewiesen Matthias und sein Doppelpartner Anton Amling herausragende Moral und kamen nach einem 0:2-Rückstand zurück, hatten im finalen fünften Satz aber das Spielglück nicht auf ihrer Seite und verloren knapp mit 9:11.
In den anschließenden Einzeln schlug das Pendel jedoch schnell Richtung Sömmerda aus. Matthias, Johannes und Holger stellten zügig auf 4:1 und lenkten das Spiel damit in die richtigen Bahnen. Aufseiten der Buttstädter konnte nur Luisa Güntzler Gegenwehr leisten, sie holte gegen Anton und Holger die beiden einzigen Einzelsiege ihres Teams.
Doch das war letztlich viel zu wenig, um unsere Dritte an diesem Abend in Bedrängnis zu bringen. Das klare 3:0 von Anton gegen Anja Müller stellte vorentscheidend auf 7:3. Holger machte in einem Fünfsatz-Krimi gegen Buttstädts Nummer eins, Kenny Sadowski, den entscheidenden Punkt und brachte die ohnehin schon kochende Halle endgültig zum Beben. Anschließend herrschte nur noch pure Euphorie.
In der kommenden Saison wird die Dritte dann in der 1. Kreisliga antreten und dort den Platz unserer 2. Mannschaft einnehmen, die ungeschlagen zur Meisterschaft marschierte und in die 3. Bezirksliga aufsteigt. "Wir freuen uns bereits auf die Herausforderung in der 1. Kreisliga. Dort erwarten uns einige Prüfsteine, doch bis dahin ist noch Zeit. Jetzt wollen wir den Moment genießen und die Meisterschaft so richtig auskosten", sagt Matthias am Ende eines besonderen Abends.