Nach schwierigen Wochen und einer bitteren Niederlagenserie hat die 1. Mannschaft des SV Sömmerda ihre Punktspiel-Saison mit einem achtbaren Teilerfolg abgeschlossen. In ihrem vorletzten Saisonspiel in der 2. Bezirksliga gelang der Ersten des SVS am Freitag ein überraschendes 7:7 beim deutlich favorisierten SV Töttelstädt. Damit konnte das Team um Kapitän Marcel Gärtner die wenig schmeichelhafte Serie von sechs Pleiten nacheinander stoppen.
Die positive Stimmung nach diesem Achtungserfolg konnte auch eine weitere Niederlage im letzten Saisonspiel am Samstag nicht trüben. Beim Gothaer SV III setzte es zum Abschluss der Spielzeit ein 4:8, das sportlich aber kaum noch Bedeutung besaß. Der Klassenerhalt stand bereits seit einer Woche fest, in den kommenden Monaten liegt der Fokus nun darauf, sich auf die nächste Saison vorzubereiten. Vor allem die Rückkehr des in der Rückrunde verletzten Stammspielers Ronny Wundrak wird sehnlichst erwartet.
Wie es klappen kann, zeigte der starke Auftritt in Töttelstädt. Anders als in zahlreichen Spielen zuvor konnte Sömmerda endlich wieder ein Doppel für sich entscheiden. Statt sofort einem 0:2 hinterherzulaufen, konnten die Kreisstädter die Partie dadurch von Beginn an ausgeglichen gestalten. "Die Überraschung in Töttelstädt hatte vor allem zwei Gründe: Sie haben mit Ersatz gespielt, aber wir konnten endlich wieder ein Doppel gewinnen", erklärt Marcel.
Vor allem das untere Paarkreuz mit Ingolf Vitzthum und Ersatzspieler Michael Haak aus der 2. Mannschaft spielte in Töttelstädt groß auf. Beide gewannen zwei ihrer drei Einzel, wobei Michael in seinem letzten Spiel nur um Haaresbreite den dritten Sieg verpasste. Marcel machte schließlich mit einem ungefährdeten 3:0 im 14. und letzten Spiel des Abends das Remis perfekt.
Einen Tag später in Gotha erinnerte der Spielverlauf hingegen wieder an die vergangenen Wochen. Die Problematik im Doppel war zurück, das 0:2 erwies sich schließlich als zu große Bürde. Statt Michael spielte dieses Mal sein Sohn Johannes, der erst wenige Stunden zuvor am frühen Nachmittag für die Dritte in Straußfurt im Einsatz gewesen war und eine eindrucksvolle Doppelschicht ausführte. Zwar konnte er keinen Sieg verbuchen, sammelte aber weitere wichtige Spielpraxis nach seiner Verletzung.
"Gegen Gotha war die Doppelschwäche wieder vorhanden, aber wir konnten ihnen wenigstens vier Punkte klauen", zieht Marcel dennoch ein positives Fazit. Nach Ende des Spiels zelebrierten beide Teams schließlich "einen schönen Abschluss bei Speis und Trank, bei dem sich gut unterhalten wurde", berichtet Marcel. Ein versöhnliches Ende einer Rückrunde, die für einigen Frust sorgte - aber auch viele wichtige Erfahrungen bereithielt, die in der neuen Saison helfen können.