Die Sensation ist erwartungsgemäß ausgeblieben: Die 1. Mannschaft des SV Sömmerda hat im Auswärtsspiel der 2. Bezirksliga bei TTZ Sponeta Erfurt III eine deutliche Niederlage kassiert. Das Team um Kapitän Marcel Gärtner verlor in der Landeshauptstadt mit 0:8. Phasenweise konnte Sömmerda in den einzelnen Matches gut mithalten, auf Strecke war gegen die individuelle Klasse der Gastgeber aber kein Kraut gewachsen. Nach dem Remis zum Auftakt im Derby gegen Frohndorf/Orlishausen wartet der SVS damit weiter auf den ersten Saisonsieg.
Schon vor dem ersten Ballwechsel waren die Chancen auf einen Sömmerdaer Erfolg gering. Gleich zwei Stammspieler der Kreisstädter fielen aus: Ronny Wundrak und Sergiu Storojenco mussten passen, sie wurden durch das Brüderpaar Martin und Johannes Haak ersetzt, die normalerweise in der Zweiten bzw. Dritten zum Einsatz kommen. Martin hatte noch am Abend zuvor mit einer Glanzleistung maßgeblich zum Punktgewinn der 2. Mannschaft in Sondershausen beigetragen. Marcel und Paul Hoffmann komplettierten die Aufstellung.
Doch in Erfurt wurde es von Beginn an hart. Marcel und Paul verloren ihr Doppel mit 1:3, wobei die drei Sätze zugunsten Sponetas recht deutlich waren. Die Gebrüder Haak schnupperten in ihrem Doppel hingegen an einem Sieg. Nach 0:2-Rückstand glichen sie zum 2:2 aus, verloren den fünften Durchgang aber mit 8:11. Auch in den Einzeln war es teilweise enger, als es das Endergebnis aussagt. Gleich drei Matches gingen über die volle Distanz, immer aber mit dem besseren Ausgang für Erfurt. Zumindest ein paar kleine Punkte waren für Sömmerda drin.
"Leider war Sponeta erwartungsgemäß zu stark für uns. Dass uns gleich zwei Stammspieler gefehlt haben, war dann für uns nicht zu kompensieren, auch wenn Johannes und Martin das ordentlich gemacht haben. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen", sagt Marcel. Sponeta ist auf dem Papier zwar Aufsteiger, hat aber zum Teil die stärksten Spieler der gesamten Liga in seinen Reihen und ist damit in Bestbesetzung ein Aufstiegskandidat.
Bereits am kommenden Samstag ist die Erste wieder auswärts gefordert. Bei der 2. Mannschaft des Gothaer SV wartet direkt die nächste unangenehme Aufgabe.