Der Negativlauf der 1. Mannschaft des SV Sömmerda findet einfach kein Ende. Der SVS verlor am Samstag zu Hause gegen den Tabellenvorletzten SV Motor Tambach-Dietharz mit 3:8 und kassierte bereits die sechste Niederlage in Folge. Dadurch verpasste unsere Erste den vorzeitigen Klassenerhalt und muss weiter um den Verbleib in der 2. Bezirksliga zittern. Der Vorsprung auf Tambach-Dietharz beträgt nur noch fünf Punkte, wobei Sömmerda bereits zwei Spiele mehr absolviert hat.
Schon in den beiden Doppeln hatte unsere Mannschaft das Glück nicht auf ihrer Seite. Paul Hoffmann und Matthias Gliche, der erneut den verletzten Ronny Wundrak vertrat, verloren ihr Spiel nach drei engen Sätzen mit 0:3. Noch bitterer lief es für Teamkapitän Marcel Gärtner und Ingolf Vitzthum, die sich erst in der Verlängerung des fünften Satzes geschlagen geben mussten. Auch in den Einzeln danach wollte es einfach nicht klappen, Tambach-Dietharz spielte abgezockt auf und setzte sich zwischenzeitlich auf 7:0 ab.
Doch unsere Erste zeigte eine tolle Moral und gab nicht auf. Marcel, Ingolf und Matthias gewannen drei Einzel in Folge und reduzierten den Rückstand auf 3:7. Vor allem Ingolfs Sieg mit erfolgreichen Verlängerungen in den Sätzen vier und fünf brachte die Halle zum Beben. Letztlich war der Rückstand aber zu deutlich, das große Comeback gelang nicht mehr. Im nächsten Einzel machten die Gäste den Sack zu.
"Zurzeit sind wir in den Doppeln zu schwach, weshalb wir immer einem Rückstand hinterherrennen müssen. Trotzdem haben fast alle Spieler einen Punkt geholt. Das klare Ergebnis täuscht etwas, es hätte enger sein müssen", zieht Marcel eine zweigeteilte Bilanz. Tambach-Dietharz sei aber kein klassischer Tabellenvorletzter. "Es ist verwunderlich, dass sie mit dieser Mannschaft so weit unten stehen", sagte er.
Was wiederum für die finalen Wochen der Saison für unser Team noch zum Problem werden könnte. Denn Tambach-Dietharz hat noch zwei Spiele mehr in der Hinterhand, um die Lücke zu den Nichtabstiegsplätzen und damit zum SVS zu schließen. Will Sömmerda sein Schicksal selbst in der Hand behalten und nicht am Ende von anderen Ergebnissen abhängig sein, muss aus den verbleibenden zwei Spielen wenigstens ein Sieg her.
Doch das Restprogramm hat es in sich. Am 20. März muss Sömmerda beim Tabellenzweiten SV Töttelstädt antreten, schon einen Tag später folgt der Saisonabschluss, ebenfalls auswärts, bei der 3. Mannschaft des Gothaer SV. Tambach-Dietharz muss seine zwei letzten Partien erst danach bestreiten. Sollte die Entscheidung bis dahin also nicht gefallen sein, müsste Sömmerda tatenlos zuschauen und auf Schützenhilfe hoffen.
Um möglichst vorher schon alles zu entscheiden, hofft Marcel auf Unterstützung durch die 2. Mannschaft, die am Samstag die Meisterschaft in der 1. Kreisliga perfekt gemacht hat. "Es wäre gut, wenn die 2. Mannschaft für die letzten zwei Spiele den jeweils besten verfügbaren Spieler an uns abgeben würde. Vielleicht können wir dann zumindest in Gotha etwas holen", sagte er.